Miasmenlehre, die

Vom antiken griechischen Arzt Hippokrates von Kos (460-375 v. Chr.) eingeführte Lehre, nach der Krankheiten über schlechte Luft (gr. Miasma, μίασμα, übler Duft, Verunreinigung, Ansteckung) übertragen werden. Noch im 19. Jahrhundert gebräuchlich, um die Ausbreitung etwa der Cholera zu erklären, erweist sich die M. später als Fehleinschätzung, auch wenn vereinzelt durchaus wirksame Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Seuchen mit der Vorstellung von Miasmen einhergehen.

Vgl. Temkin in Sarasin 2007

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Wörterbuch der Hygieneaufklärung

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